Und Erwachsene?

Es ist zwar schon so, dass Erwachsene nicht mehr ganz so locker und spielerisch lernen wie Kinder. Dies bedeutet aber nicht, dass man (zu) langsam lernt. Erwachsene können dafür Vieles aus anderen Bereichen übertragen und sind (hoffentlich?) zielstrebig(er). Wenn ein Erwachsener wirklich will, Spass am musizieren hat und sich die Zeit nimmt zum regelmäßigen Üben, ist ein Einstieg im Erwachsenen- oder Seniorenalter kein nennenswerter Nachteil. Hat er/sie schon ein anderes Instrument gespielt, fällt es umso leichter. Natürlich sollte man dennoch mit fortgeschrittenerem Alter nicht mehr davon ausgehen, große Karriere als virtuoser Berufsschlagzeuger zu machen, da die meisten dafür 10 bis 20 Jahre intensiv üben und lernen mussten (10’000-Stunden-Regel). Dem erfolgreichen gemeinsamen Musizieren in einer Band und dem auch authentischen Umsetzen von Songs spricht aber nichts dagegen – guten Unterricht und/oder entsprechendes Lehrmaterial vorausgetzt.

Entscheidend ist also nicht das Einstiegsalter, sondern wie intensiv man sich für Musik interessiert und sich damit beschäftigt – also letztlich wie gut und wieviel man übt bei durchschnittlichem Talent für Motorik und Rhythmus. Nicht zu vergessen ist natürlich dabei ein Umfeld, in dem Musik(machen) möglichst zum Alltag gehört wie z.B. auch das möglichst zeitige Spielen in einer Band!

Kategorie: Einstiegsalter